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Das Geschäftsmodell von Supermärkten


"Geschäftsmodell" ist ein Begriff, den man eher mit windigen Startup-Geldmach-Ideen in Verbindung bringt, oder vielleicht noch mit den Möglichkeiten, guten und bezahlten Journalismus mit dem Wesen des freien Web in Einklang zu bringen. Doch auch stinknormale Supermärkte haben ein Geschäftsmodell. Sie wollen Waren, die sie einkaufen, für Mehrwert verkaufen. Wenn sich die eingekauften Waren jedoch nicht alle verkaufen lassen und deshalb wegen Verderblichkeit im Müll landen, wollen die Geschäfte nicht, dass sich potentielle Kunden aus dem Müll bedienen. Denn wenn das Schule macht, kauft keiner mehr im Geschäft, sondern wartet nur noch dahinter bei den Mülltonnen, bis das Unverkäufliche dort landet.

Tatsächlich? Könnte das Schule machen und zu Massenverhalten führen? Denn darauf kommt es meines Erachtens an bei dem, was im unten verlinkten Fall gerichtlich abzuwägen war. Und wenn das tatsächlich Schule machen könnte: warum tut es das wohl? Doch nur deshalb, weil sich mehr und mehr Menschen die no... mehr anzeigen
Das System ist einfach eine Fehlkonstruktion.

Die müssten schlicht verpflichtet werden, das alles an die Tafeln zu spenden, wie das zum Teil schon in anderen Ländern der Fall ist. Dann stellt sich das Problem garnicht erst, und nützen würde es auch noch was. Aber selbst wenn sie das freiwillig wollten, gibt es da AFAIK hier in DE viel zu hohe lebensmittelrechtliche Hürden.

Dafür kann ich keinen "Daumen hoch" geben, denn die Bestätigung hätte nicht zu Lasten der Opfer gehen müssen.
So hat das Gericht nicht nur bestätigt, dass viele sich das nicht mehr leisten können, sondern das auch noch für okay erklärt.

Für mich ist es auch bedenklich, wieviele Lebensmittel weggeschmissen werden - obwohl sie noch geniessbar sind. Geht es nicht auch darum?

@Christiane Viatte leider nicht. Es geht nur ums Geld.

Natürlich ist das bedenklich. Deshalb hat es mich gefreut, aus einem Nachbarland etwas anderes zu lesen:
https://ze.tt/in-tschechien-muessen-supermaerkte-jetzt-alte-lebensmittel-fuer-den-guten-zweck-spenden/

In Frankreich gibt es ein Start-Up-Unternehmen, das die Supermärkte von abgelaufenen Lebensmitteln "befreit", was deswegen funktioniert, weil Frankreich seine Politik da angepasst hat.
Dort werden die "Tafeln" damit beliefert und die Supermärkte bezahlen das Unternehmen dafür.
ichkonntejetztleiderdenBeitragnichtmehrfinden

@Stefan Münz
Leider ist es faktisch Diebstahl. Dein Thema ist ein anderes. Ich denke juristisch muss man das trennen. Ein Gericht hat da wohl keine große Wahl.
Edeka liebt bekanntlich Lebensmittel. Sogar seine weggeworfenen. Sie haben nie behauptet, dass sie Menschen lieben. ;)

Und in DE ist es nunmal so, dass auch der Müll immer jemandem gehört. Sperrmüll auf der Straße gehört der Kommune. Es gab schon Fälle da wurden Leute angeklagt, weil sie sich am Sperrmüll bedient haben.
Der Müll in den Mülltonnen gehört dem Entsorgungsunternehmen. Auch hier gab es schon groteske Fälle.
Der Müll in deinem Papierkorb im Büro gehört dir .. oder vielleicht schon der Firma?!?!
usw. usf.

@Peter Liebetrau Immer alles relativ. Von dem Sondermüll, den jemand in die Tonne geworfen hat, der da nicht hineingehört - da wird es niemand gewesen sein. Aber bei den weggeworfenen Lebensmitteln wird ein Besitzrecht erhoben als ob es frisch im Regal liegt. Alles nur Interesse. Und Interessensausgleich. Und der muss einfach im Sinne der normalen Menschen ausfallen.

@Stefan Münz
Ich gebe dir recht. Ich finde es auch spitzfindig die Gesetze so auszulegen. Die Vermüllung ist m.E. auch eine Verzichtserklärung. Aber ich bin leider nicht das Gesetz . und das ist auch gut so. :D

Weiß zufällig jemand, ob die Supermärkte ihre "Spenden" an die Tafeln auch noch steuerlich absetzen können?

Ja klar; deshalb ist es ja auch interessant für sie. https://de.wikipedia.org/wiki/Tafel_(Organisation) (An der Stelle werden auch noch weitere Kritikpunkte genannt)

Nachtrag: Friendica zersäbelt mir die URL + Anker. Also bitte auf der Seite hier schauen: "Problematische_betriebs-_und_volkswirtschaftliche_Grundlage"
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 2 Wochen)

Allerdings nehmen die Tafeln in München nur Lebensmittel, die vor dem MHD sind. Weiß nicht, wie es woanders gehandhabt wird, wahrscheinlich ähnlich. War vor ein paar Jahren in London und da hatten wir einen Tesco, der neben Lebensmittel 30% Rabatt, auch 50% und mehr hatte. Je nach Haltbarkeitsdatum.

sehe das nur ich bei hubzilla, oder geht das auch anderen so? hier bei mir kommen fast alle kommentare von @Stefan Münz und @Peter Liebetrau doppelt an ...

@Alexander Goeres Das nennt man dann wohl "mit Nachdruck" :-)
Ich habe bei meiner Ansicht dieses Threads eher den Eindruck, dass ein paar Kommentare fehlen. Vielleicht sind das ja die, die bei dir doppelt sind.

@Alexander Goeres bei mir (allerdings ebenfalls hubzilla) auf, und ich kann Deinen Kommentar nicht "liken".

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